Festivalbericht - Amphi Festival 2025 - Samstag

Das 19. Amphi Festival fand dieses Jahr ein Wochenende früher statt – und bereits am Samstag musste der ursprünglich geplante Headliner VNV Nation kurzfristig absagen. Ronan Harris war aufgrund einer schweren Infektion hospitalisiert, was vielen Fans eine Enttäuschung bescherte. Glücklicherweise sprangen Project Pitchfork ein, die bereits am Freitag beim Call The Ship to Port Event gespielt hatten. Sie verlängerten spontan ihren Aufenthalt und präsentierten zwei komplett unterschiedliche Sets an beiden Tagen.


Der Festivalstart wurde von der Deutschen Bahn sabotiert – der Opener Vlad In Tears verpasste seinen Auftritt – mit Verspätung ging es dann aber rund. Hell Boulevard spielten dann mit markanter Bühnenpräsenz und einem Mix aus Requiem-Stücken und Klassikern wie „In Black We Trust“.


Eisfabrik sorgten mit aufwendiger Bühnendeko und ihrem Future-Pop für ein Frischegefühl -inklusive dem ersten „Kölner Scheibenwischer“ des Wochenendes.


Eine logistische Hürde entstand wie auch in den letzten Jahren durch Niedrigwasser: Die MS Rheinmagie konnte nicht in der Nähe des Tanzbrunnens anlegen, sodass Fans mit Shuttles zwei Kilometer um die Baustellen herum geführt wurden.


Im Theater beeindruckte Rein (Joanna Reinikainen) mit energiegeladenem Old-School-EBM, Pop-Stücken von „God Is A Woman“ und großer Fanresonanz - „Neuentdeckung des Wochenendes“. Die Krupps lieferten gewohnt mitreißenden Industrial-Sound, gefolgt von einem enthusiastischen Set von Ashbury Heights – trotz anfänglicher Soundprobleme.


Camouflage begeisterten mit ihrem Hit-Feuerwerk – von den Anfängen bis „Shine“ – und einem stimmungsvollen Abschluss mit „Love Is A Shield“. Skynd, als außergewöhnlicher Headliner, lieferte eine beeindruckende Avantgarde-Industrial-Performance – wenn auch 20 Minuten kürzer als angekündigt.


Project Pitchfork rundeten den Tag schließlich draußen ab und hielten ihr Versprechen – inklusive dem gemeinsamen Song „Rain“ an beiden Abenden.

Zusätzlich erzählten Festival-Veteranen wie Letzte Instanz, Bloody Dead And Sexy, Xandria oder Ductape ihre Geschichten – doch wir konnten nicht überall gleichzeitig sein.


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Autor: Matthias Irrgang


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