Trixi
Wieder machten wir uns etwas später auf den Weg – wir kamen einfach nicht aus den Federn. Endlich im Kulturpark angekommen, wurden wir wieder freudig empfangen von lieben Menschen und das aktivierte die Lebenskräfte dann endgültig.
Wieder starteten wir an der Waldbühne. Hell Boulevard aus der Schweiz eröffnete mit „fetten Gitarrenriffs“ und kühler Eleganz. Anne versprach: „Hier geht’s jetzt richtig ab“ und sie sollte Recht behalten. Mit der Sonne im Gesicht kamen die Musiker nach vorn und gingen direkt nach vorn mit ihren Rhythmen. Mit Sonnenbrille auf der Nase und tiefer Stimme gab Sänger Matteo sein Bestes, um die Zuschauer vor die Stage zu locken. Die Reihe füllten sich zu „Weirdos“ auch nach und nach immer mehr. Der dreistimmige Gesang war aber auch ein Ohrenschmaus und schnell kam dann Stimmung auf. „Thank you and a great compliment for the local crew“ Weiter ging es mit „She just wanna dance“ und „Zero fucks given“ – dem „main statement“ der…
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Trixi
Wir kamen am zweiten Festivaltag etwas später am Gelände an und los ging es dann direkt an der Parkbühne.
Als erstes holten It’s for us aus Schweden, die ihren Gig etwas verspätet starten mussten, uns ab. Der Postpunk-Sound war weich, melodisch, aber mit leichter Melancholie: ideal, um sich warmzutanzen, um sich auf den Tag einzulassen. Hier erklangen Lieder wie „Radiant“ oder „Stay“ und die Menge feierte diesen Gig. Unser Ding war das aber nicht so ganz und so schlenderten wir schnell weiter und begrüßten liebe Bekannte für ein erstes Gespräch in den Tag.
Mit Circus of Fools auf der Amphibühne öffnete sich dann eine theatralische Ebene. Anne meinte, dass hier die „Clowns frei gelassen“ würden und die „Bühne zur Manege“ wird. Wir waren gespannt. Die Musiker hatten allesamt ein Gruse-Clown-MakeUp und auch die Outfits waren daran angelehnt – echt schick. Klangkulissen, variierende Tempi, Performance-Elemente – das war mal was ganz anderes, denn Metal-Sounds gibt es nicht…
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Trixi
Auch Tag 3 der diesjährigen Nocturnal Culture Night hatte alles, was sich die Festivalgäste von diesem Event gewünscht hatten - gutes Wetter, Abwechslung auf den verschiedenen Bühnen und überall gute Laune.
Die Waldbühne war den ganzen Tag gut besucht. Den Anfang machten hier Hell Boulevard und rockten was das Zeug hält. Einen ihrer seltenen Auftritte absolvierten später The Mao Tse Tung Experience - inklusive Hits und viel Bewegung in der Menge. Bei Grendel wurde es laut und Musiker und Fans hatten richtig viel Spaß. Mit Tanzwut konnte zum Abschluss bei Dudelsäcken, Technobeats und harten Gitarren richtig Party gemacht werden. Da war für jeden etwas dabei.Die Lesebühne hatte verschiedene Genres parat - bei Jessica Iser wurden die Zuhörer in die Welt des Dark Fantasy entführt. Torsten Low, Carolin und Oliver Gmyrek präsentierten eine Kurzgeschichte, bei der eine spannende Schatzsuche verfolgt werden konnte. Und als Headliner auf dieser Bühne gab sich Christian von Aster die Ehre,…
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Trixi
Auch Tag 2 des diesjährigen NCN hatte für uns eine Menge zu bieten. Von Alt bis Neu, Lesungen und abwechslungsreiche Musikacts, Entertainment ohne Ende, Sonne, Freunde, die sich treffen und eine schöne gemeinsame Zeit verleben - all das und noch mehr. Kaum ein anderes Festival hat diese Bandbreite in petto.
Auf der Parkbühne gaben sich It's for us aus Schweden die Ehre und starteten mit Post Punk-Klängen in den späten Morgen. Zu später Stunde wurde es dann mehr als eng an dieser Stage, denn scheinbar alle Festivalgäste wollten sich den Auftritt von Kite anschauen. Und was da geboten wurde, war wie immer phänomenal. Einfach magisch!
Die Amphibühne war ebenfalls immer gut besucht - so auch schon bei Circus of Fools. Hier zeigte die Frontfrau, dass sie neben tollem Gesang auch tiefes Groulen auf Lager hatte. Angels & Agony, die seit 30 Jahren Musik machen, boten hier einen Querschnitt durch ihr Futurepop-Schaffen. Bei Formalin wurde es dann umso lauter, denn es war Zeit für…
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Trixi
Ein Kessel Schwarzes – was genau mochte das wohl sein? Als in der DDR geborenes Kind kannte ich natürlich den Kessel Buntes aus dem Fernsehen – eine abendfüllenden Show mit vielerlei Unterhaltungsbeiträgen und einer Mischung aus Show, Musik, Comedy und vielem mehr. Mit Luci van Org, Christian von Aster und Oswald Henke gab es nun eben die Variante Ein Kessel Schwarzes und am 25.01.2025 lud das Trio auf die Burg Ranis im schönen Thüringen ein. Wir waren sehr gespannt auf das Ganze, dass als „Kabarett der seelischen Essenzen“ angekündigt wurde. Das mussten wir uns anschauen.
Vor Ort angekommen liefen wir zu der kleinen Burg hoch und fanden uns in einem der Säle ein, der für diese Veranstaltung eingerichtet worden war. Im Nebenraum konnten, wer wollte, Getränke und Knabbereien oder auch Merchandise oder Bücher der Mitwirkenden erstehen. Wir begrüßten freudig alle Freunde und Bekannten, die ebenfalls dabei sein wollten und nahmen Platz. Kurz vor Beginn waren alle Stühle besetzt –…
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Trixi
Die 17. Nocturnal Culture Night lud vom 06.-08.09.2024 wieder einmal in den Kulturpark Deutzen ein und wir waren für euch mit am Start. Es war heiß – und das nicht nur wegen all der tollen Künstler und Musiker, die vor Ort auf den fünf Bühnen standen. Die Sonne brannte vom Himmel und ließ uns zusätzlich schwitzen.
Am ersten Tag kamen wir pünktlich zum Einlass an und begrüßten schon die ersten Freunde. Dann schlenderten wir kurz übers Gelände, um dann an der Waldbühne mit T.A.N.K. ins Festivalwochenende zu starten. Moderatorin Anne begrüßte uns freudig: „Schön, euch alle wiederzusehen." Und dann ging es mit lautem Bass los. Das EBM-1-Mann-Projekt aus Dessau, das eigentlich „taktischer Angriff aufs Nervenkostüm“ heißt, wie Anne noch verriet, wurde von einigen Fans schon sehnlichst erwartet. Nach und nach kamen immer mehr Zuschauer vor die Bühne, um in der Sonne mit dem Musiker um die Wette zu stompen – zwei Schritte vor und zwei zurück. Der Rhythmus der…
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Trixi
Heiß, heißer, NCN 2024. Die Sonne knallte vom Himmel und auf insgesamt fünf Bühnen hatten die Veranstalter richtige Knaller für die Festivalgäste parat. Aus dem reichenhaltigen Angebot war es zum Teil nicht einfach, sich etwas herauszupicken. Wir statteten schließlich allen Stages einen Besuch ab - und hier sind unsere ersten Eindrücke davon:
Auf der Waldbühne starteten wir mit EBM von T.A.N.K., mit denen der Alltag weggetanzt werden konnte. Ellereve überraschte uns mit ihrer tollen Stimme und den traurigen und doch schönen Klängen - dafür sind Festivals gut - für großartige Neuentdeckungen. Und Welle:Erdball legten dann los, als die Sonne schon untergegangen war. Der kurze Stromausfall auf der Stage ließ die Stimmung nicht sinken und so konnte zu vielen Hits dann noch in die Nacht getanzt werden. Sehr cool!
Die Amphibühne hatte zu Beginn die Herren von Golden Apes in petto, die dann fast in der Sonnen zerflossen - die Performance war aber absolut souverän. Als Headliner waren dann,…
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Trixi
“Stories for dark moments, light moments, wild moments, strange moments and all that shit that may happen if you go downstairs.”
Mit diesen Worten leitet der Saarbrücker Verlag The Dandy Is Dead die erste Ausgabe der “Basement Tales” ein. Als Untertitel trägt das Heft den Namen „Bodensatz“. Das 48-seitige Heftchen kommt in einem hochwertigen Design daher – Wachspapier für den Umschlag, eine Prägung auf einer der Seiten, vier zusätzliche Plakate (je eins zu den Geschichten) gibt es auch noch dazu – sehr schick. Das Ganze enthält Kurzgeschichten aus der Feder von Christian von Aster, Heike Schrapper, Germaine Paulus und Alex Jahnke. Diese vier entführen euch zu den tiefsten Verliesen der menschlichen Seele – seid ihr dafür bereit?
Los geht es mit „Stanloams Erbe“ von Leipzigs Wortakrobat Christian von Aster. Hier erfährt der Leser, was passiert, wenn ein Wissenschaftler alles - also wirklich alles - für den Erfolg seiner Forschung zu geben bereit ist. Sollte wirklich jede Idee auch…
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Trixi
Der Leipziger Autor Christian von Aster ist ja bekannt für seine Eloquenz und Bildmalerei in seinen Werken. Er legt sich nicht so gern auf ein Genre fest und macht auch mal Dinge, die ziemlich abgefahren sind. Und oft, so sagt er selbst, verfolgt er Ideen, die zwar absolut fantastisch klingen, aber mit Sicherheit keinen Profit abwerfen, sondern lediglich einfach nur toll sind. Und dafür lieben ihn seine Fans und auch ich.
Mit dem Roman „Bromley – (k)ein Agentenroman“ hat Christian wieder einmal den Vogel abgeschossen. Verzeiht dieses kurze Urteil, aber was für ein abgedrehter und kranker Scheiß – und das meine ich nicht im negativen Sinne. Ich möchte manchmal wirklich im Hirn des Autors spazieren gehen können, um zu sehen, was für irre Ideen da noch so rumspuken. Dieses Buch ist so verrückt und auch spannend – das was das Lesen echt wert.
Doch worum geht es hier eigentlich? Ganz zu Beginn treffen wir auf den Geheimagenten Bromley, der mitten in einem Auftrag ist. Ort des Geschehens ist…
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Trixi
Der nächste Tag versprach trocken zu bleiben und so machten wir uns gut gelaunt auf, um den Festival-Samstag zu meistern.
Wieder starteten wir an der Waldbühne und dieses Mal machte Zoodrake, das Electro-Pop-Projekt von Hilton Theissen den Anfang. Sein Keyboarder trug eine Maske und war so nicht zu erkennen. Hilton selbst kam lächelnd nach vorn und griff dann gleich in die Saiten seiner Gitarre. Der Mix aus Indie- und Synthpop kam bei dem noch spärlichen Publikum gut an und schnell wippten die ersten im Takt mit. Die Stimme des Sängers war gut abgemischt und nach und nach wurden die Rhythmen immer flotter. So konnten wir ganz gut aufwachen. Besonders beeindruckte uns das wilde Gitarrensolo bei „Success of the snake“. Das regte die Zuschauer sogar zum Mitklatschen an. „Vielen Dank für das herzliche Willkommen“, so der Musiker. Er verausgabte sich schier und wirbelte auf der riesigen Stage hin und her. Das verlangte er auch von den Zuhörern und meinte dann keck: „Habt ihr…
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